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„So eine Entscheidung kann man nur treffen, wenn man es muss. Die kann einem niemand abnehmen“, sagt eine Hebamme zu ihrer Patientin. Diese, die Kabarettistin Astrid, ist mit ihrem zweiten Kind schwanger und durch pränatale Diagnostik weiß sie, dass ihr Neugeborenes mit Trisomie 21 und einem lebensbedrohlichen Herzfehler auf die Welt kommen wird. Rechtlich dürfte sie die Schwangerschaft bis weit über die üblichen 12 Wochen abbrechen. Und nun? Unsicherheit, Abwägen, Fragen, Gespräche: All dies bestimmt das Eheleben von Astrid und ihrem Mann nach der Diagnose.

Die Regisseurin Anne Zohra Berrached umkreist von diesem Nukleus einer Geschichte ausgehend ein gesellschaftliches Tabuthema, indem sie es möglichst realistisch, nüchtern und trocken zu greifen versucht. Laiendarsteller*innen, die selbst in medizinischen Berufen arbeiten, verkörpern das Krankenhauspersonal und erklären mitfühlend und distanziert zugleich, unter welchen Einschränkungen das Kind zu leiden hätte, welche Eingriffe vorgenommen würden. Mit ihrer Entscheidung bleibt Astrid, der man in Großaufnahme beim Nachdenken zuschauen kann, tatsächlich allein. (mbh)

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