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Aufzuckende Blitze erhellen kurz das Gesicht des sterbenden Komponisten. Anna Holtz eilt, um Beethoven noch einmal zu sehen. In einer Rückblende sehen wir ihn brutal, cholerisch, vulgär. Doch dieses Verhalten schreckt die Musikstudentin Holtz nicht ab. Sie stellt sich bei Beethoven als Kopistin vor. Dieser hält sie zunächst für seine neue Haushälterin, doch nach anfänglichem Misstrauen wird Holtz zu einer wichtigen Stütze. Dank ihr gelingt es dem fast vollständig ertaubten Beethoven, seine „Neunte“ erfolgreich zur Aufführung zu bringen.

Mit der fiktiven Figur der Kopistin Anna Holtz und ihrer Rolle im Beethoven'schen Werk stellt Agnieszka Holland den Komponisten als Schöpfer seines Werks in Frage. Copying Beethoven spinnt ein Geflecht von Beziehungen zwischen Beethoven, den Verlegern und der Kopistin. Musik ist immer auch eine Frage des Copyrights. „Die Aufführung der Neunten ist allein schon Grund genug, den Film zu sehen. […] Mit ihrem Kameramann Ashley Rowe und dem Cutter Alex Mackie orchestriert Holland Bildausbrüche und rhythmische Kameraschwenks, die einen visuellen Kontrapunkt zu den treibenden und fließenden Tempi der Musik, ihren rauschenden Geigen und aufsteigenden Stimmen bilden.“ (Manohla Dargis, The New York Times, 10.11.2006) (sa)

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