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Alex ist nicht nur ein Gewalttäter, sondern auch ein Beethoven-Fanatiker. Nach Gewaltexzessen wird er festgenommen und zum Objekt eines neuen Experiments der Regierung zur Resozialisierung von Kriminellen gemacht. Im Gefängnis soll er durch eine Aversionstherapie von seiner kriminellen Ader geheilt werden. Ihm werden Filme voller Gewalt vorgeführt, die mit Beethovens Neunter unterlegt sind. Ein Medikament verursacht dabei Übelkeit.

Über Kubricks Verbindung von Gewalt und Musik und dessen Inszenierung einer sich sozial gebende Regierung schrieb der Filmkritiker Hans Sahl: „Was damit gesagt werden soll, ist klar: Entwertung aller Werte, die austauschbar geworden sind. Der Lustmörder als Liebhaber und Konsument klassischer (Schallplatten-)Musik. Ausverkauf der Kultur, die nur noch als Camouflage für die Rückverwandlung des Menschen zum Tier ihre Existenzberechtigung erweisen kann.“ (Die Welt, 25.1.1972) (sa)

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