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…als Diesel geboren

BRD 1979, R/B: Peter Przygodda, P: Wim Wenders, K: Martin Schäfer, 122‘ · DigiBeta  Für Peter Przygodda (1941-2011), den Schnittmeister vieler Filme von Wim Wenders, wurde Brasilien in den 1970er Jahren zur zweiten Heimat. Ihr widmete er 1978/79 das lange, staubige, großartige Roadmovie ...als Diesel geboren. Gemeinsam mit dem brasilianischen Filmemacher Bráulio Tavares Neto und dem Kameramann Martin Schäfer bereiste Przygodda die Fernstraßen Brasiliens und begleitete die Trucker in ihrem beschwerlichen Alltag. Zwar stand für ...als Diesel geboren anfangs nur das private Geld des Regisseurs zur Verfügung, doch ergab sich daraus auch die Freiheit, „querzuschießen und ungewohnte Wege zu verfolgen“, so Przygodda über seinen „Amateurfilm auf 35mm“. Grobkörnig im Bild und mit der Handkamera gedreht, entstand ein Film der endlosen Straßen, Landschaften und Siedlungen am Wege. Wir sehen die Kneipen und die Mädchen, die die Trucker besuchen, hören die Männer über ihre Arbeit sprechen, passieren die Wracks der Lastwagen, deren Fahrer am Steuer starben. „Selten war ein Film so dicht dran wie hier. Wenn die Leute berichten, ist ihre soziale Realität zum Begreifen nahe, wenn die Mädchen lachen oder tanzen oder traurig sind oder wenn die großen Autos wieder fahren, dann ist das Kino, und dennoch ist es so wahr wie Film sein kann.“ (Süddeutsche Zeitung, 25.2.1980). (wf) MI 11.06. um 20 Uhr · Einführung: Brad Prager