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Am Ende der Welt

D 1944, R: Gustav Ucicky, B: Gerhard Menzel, K: Günther Anders, D: Brigitte Horney, Attila Hörbiger, Trude Hesterberg, Gottlieb Sambor [= Bogus?aw Samborski], 84’ · 35 mm Michael March, der unbedarfte Verwalter eines Sägewerks in den böhmischen Wäldern, verfällt Roberta Bell, der eleganten Tochter des verstorbenen Sägewerk-Besitzers, die mit Geld aus dem verschuldeten Betrieb ein Kabarett eröffnen will. Nach anfänglicher Weigerung lässt sich March von Bells gerissenem Finanzberater zu einer unrechtmäßigen Kreditaufnahme überreden. Er landet dafür im Gefängnis. Aus Zuneigung und schlechtem Gewissen sorgt Roberta Bell jedoch für seine Rehabilitation und folgt ihm in die Provinz. Obwohl sich die zivilisationskritische Tendenz des Grundkonflikts zwischen schollengebundener Lebensweise und städtischer Verworfenheit durchaus in die NS-Ideologie einpasste, wurde der Film nach längeren Nachaufnahmen und Umarbeitungen im August 1944 verboten. Nach dem Krieg war die offen antisemitische Zeichnung des mit einem polnischen Darsteller besetzten „Finanzjuden“ Grabowski kein Hinderungsgrund für die FSK, Am Ende der Welt im Juli 1950 zur deutschen Premiere freizugeben. (jr) SA 18.1. um 19 Uhr + SO 19.1. um 20.30 Uhr · Einführung: Guido Altendorf