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Kurzfilmprogramm

Atlantic

Atlantic GB 1929, R: E. A. Dupont, B: Victor Kendall, E. A. Dupont, nach dem Bühnenstück The Berg von Ernest Raymond, K: Charles Rosher, M: John Reynders, D: Fritz Kortner, Elsa Wagner, Heinrich Schroth, Willi Forst, Lucie Mannheim, Franz Lederer, 104’ · 35 mm, DF FR 01.01. um 21 Uhr + SA 02.01. um 18.30 Uhr Das an die Geschichte der Titanic angelehnte Drama um einen Luxusdampfer, der bei der Überfahrt nach Amerika einen Eisberg rammt, war einer der ersten deutschsprachigen Tonfilme. Er wurde von British International Pictures in den berühmten Elstree-Studios nordwestlich von London produziert. Regisseur Ewald André Dupont besetzte alle Rollen jeweils mit englischen oder deutschen Schauspielern und produzierte so Mehrsprachenversionen. Als die deutschsprachige Fassung im Berliner Gloria-Palast uraufgeführt wurde, zeigten sich die Kritiker begeistert von der neuen Technik: „Die Sprache füllt die Schatten mit Atem… Welche unermessliche Bereicherung für die Lichtspielhäuser“ (Ernst Jäger, Film-Kurier, 29.10.1929). Der österreichische Schauspieler Willi Forst, damals an Max Reinhardts Deutschem Theater in Berlin engagiert, war sich nach Tonaufnahmen in Deutschland gar nicht sicher, ob seine Stimme für den „Sprechfilm“ geeignet wäre. Doch Dupont versicherte ihm, er arbeite mit dem neuesten amerikanischen Aufnahmesystem und Forst werde sich anhören wie im Theater. Forst fuhr nach London, spielte die Rolle und sang zum Untergang das Wienerlied Es wird ein Wein sein. (obr)