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Berlin

UdSSR 1945, R: Juli Raisman, B: Juli Raisman, Nikolai Schpikowski, 65’ • 35 mm, OmU Vorfilm: Das Mahnmal DDR 1949, R: Max Jaap, 10‘ • 35 mm Am 16. April 1945 begann an der Oder die sowjetische Großoffensive auf Berlin. 38 über die ganze Front verteilte Kameraleute dokumentierten das Vorrücken der Truppen vom Brückenkopf bei Küstrin bis zur Eroberung des Reichstags und der Unterzeichnung der deutschen Kapitulation. In nur 16 Tagen fertiggestellt, wurde der „historische Bericht über den letzten entscheidenden Kampf gegen das faschistische Deutschland“ schon im Juli in den Berliner Kinos aufgeführt, um den Bildern der NS-Propaganda in den Köpfen der Deutschen die Version der Sieger entgegenzusetzen. Die Besiegten sahen die akribischen Vorbereitungen und das unaufhaltsame Voranschreiten einer gewaltigen Kriegsmaschinerie, erbitterte Straßenkämpfe in den Vororten Berlins, tote Soldaten und Zivilisten – und sich selbst: als versprengte Landser im aussichtslosen Kampf und als notleidende Bevölkerung in den Trümmern der zerschossenen Hauptstadt. Historische Rückblenden mit Szenen aus Nazi-Wochenschauen führten ihnen dazu plastisch vor Augen, wer die Verantwortung für das Grauen trug, das nun auf sie selbst zurückgeschlagen war. (jr) FR 08.05. um 17 Uhr