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Kurzfilmprogramm

Berlin: Blicke Einblicke Gegenblicke

Was wird aus Westberlin? Revanchismus in West-Berlin DDR 1963, 12’ · 35mm Ostern 68 DDR 1968, R: Harry Hornig, 14’ · 35mm Sie heirateten in Gretna Green BRD 1964, R: Fritz Illing, 10’ · 35mm Berlin Klammer auf Ost Klammer zu BRD 1966, R: Fritz Illing, Werner Klett, 10’ · 35mm Die ganze Stadt Berlin BRD 1960er Jahre, R: Werner Klett, 9’ · 35mm Die andere Hauptstadt BRD 1966, R: Fritz Illing, Werner Klett, 45’ · 35mm FR 15.09. um 18.30 Uhr + SO 17.09. um 18 Uhr · Einführung: Jeanpaul Goergen Was wird aus Westberlin? fragt 1963 die DEFA und prangert den Revanchismus in der westlichen Teilstadt an. Mit ständigen Provokationen beschwöre West-Berlin die Gefahr eines Dritten Weltkriegs herauf. Fünf Jahre später zeichnet Ostern 68 die Bundesrepublik und West-Berlin als Land voller Polizeigewalt. Die Anti-Springer-Proteste „gegen den drohenden Neo-Faschismus“ werden als gemeinsame Front gegen die „Notstandsdiktatur“ gedeutet. Eine Entdeckung sind die Berlin-Filme von Fritz Illing und Werner Klett. 1964 beobachtet Illing in Sie heirateten in Gretna Green zwei junge Berliner, die ohne Einwilligung ihrer Eltern im südschottischen Gretna Green geheiratet haben. Er folgt ihnen bei der Arbeit und in der Freizeit, zeichnet ihre Geschichte sowie ihre Träume und Wünsche auf.
Mit freundlicher Unterstützung der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen Der Fotofilm Die ganze Stadt Berlin von Werner Klett aus den 1960er Jahren kommentiert die Berlin-Fotos des schwedischen Fotografen Bernard Larsson, der Berlin als „Versuchsbank für alle anderen Städte“ sieht. In Berlin Klammer auf Ost Klammer zu (1966) unternehmen Illing und Klett eine Stadtführung durch Ost-Berlin. In Die andere Hauptstadt (1966) bündeln sie Eindrücke aus dem Ost-Berliner Alltag und kontrastieren sie mit historischen Tondokumenten und Ausschnitten aus Radio- und Fernsehsendungen der DDR. (jg)