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Denk bloß nicht, ich heule

DDR 1965, R: Frank Vogel, B: Manfred Freitag, Joachim Nestler, K: Günter Ost, D: Peter Reusse, Anne-Kathrein Kretzschmar, Hans Hardt-Hardtloff, Jutta Hoffmann, Harry Hindemith, 91’ · 35 mm Der aufmüpfige Peter Naumann fliegt nach dem Tod seines Vaters wegen eines Aufsatzes mit „staatsfeindlichen“ Äußerungen von der Oberschule in Weimar. Verständnis für seine Auflehnung gegen Heuchelei und Unehrlichkeit findet er auf dem Land bei seiner Freundin Anne, die ihm hilft, sich extern aufs Abitur vorzubereiten. Doch hier gerät er in heftige Auseinandersetzungen mit Annes Vater, einem alten Antifaschisten und LPG-Vorsitzenden, der ihre Beziehung missbilligt. Nach monatelangem Streit um den Film zwischen kulturpolitischen Reformern und Dogmatikern wurde er auf dem 11. Plenum des Zentralkomitees (ZK) der SED zusammen mit Kurt Maetzigs Das Kaninchen bin ich stellvertretend für die DEFA-Produktion abgeurteilt: „Es ist ein Film gegen uns, gegen unsere Partei, gegen unsere Republik und gegen unsere Jugend.“ (FDJ-Sekretär Horst Schumann). Zornige junge Männer galten nun als Anarchisten und Nihilisten, Hinweise auf Generationenkonflikte wurden als Skeptizismus und Verabsolutierung von Widersprüchen gebrandmarkt. (jr) SA 25.1. um 21 Uhr + SO 26.1. um 18.30 Uhr