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Die Brücke

BRD 1959, R: Bernhard Wicki, B: Michael Mansfeld, Karl-Wilhelm Vivier (nach einer Romanvorlage von Manfred Gregor), K: Gerd v. Bonin, M: Hans-Martin Majewski, D: Folker Bohnet, Fritz Wepper, Günther Hoffmann, 105' · 35 mm  Vorprogramm: Deutsche Wochenschau, Nr. 755 vom 22.3.1945 D 1944, 11' · 35 mm Es war einmal – Eine wahre Geschichte von höherer Vogelwarte aus gesehen BRD 1957, R: Gerhard Fieber, B: Boris von Borresholm, 11' · 16 mm Kriegsende in Bayern: Sieben Jungen erhalten den Befehl, eine Brücke gegen die vorrückenden US-Truppen zu verteidigen. Sechs von ihnen sterben bei dem Auftrag. Anders als die meisten zeitgenössischen Kriegsfilme zeigt Bernhard Wickis zweite Regiearbeit den Krieg nicht als heroisches Strategiespiel oder Technikspektakel, sondern als Provinztragödie. Jeder Junge steht gerade am Beginn seiner Jugendzeit und wird alsdann im Abgesang des Zweiten Weltkriegs verheizt. Wickis Film lebt von den Aussparungen. Er findet in der Beschränkung auf eine Kriegsepisode eine überzeugende erzählerische Form, spart aber auch die Täter in der Wehrmacht weitgehend aus – ein Umstand, der dem Film dabei geholfen haben dürfte, ein Klassiker zu werden. Nur wenige Filmdokumente sind später so oft wiederverwendet worden wie die Aufnahmen der letzten Ausgabe der NS-Wochenschau vom 22. März 1945. Von den Bildern des „Volkssturms“ über die Aufnahmen von Hitlers Auszeichnung der jüngsten Soldaten bis zur Warnung vor dem vermeintlichen Wüten der vorrückenden Roten Armee – die Deutsche Wochenschau Nr. 755 ist für die filmische Erinnerung an das Kriegsende von zentraler Bedeutung. (ft) MI 06.05. um 20 Uhr + SA 09.05. um 18.30 Uhr · Einführung am 06.05.: Fabian Tietke