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Große Freiheit Nr. 7

D 1944, R: Helmut Käutner, B: Helmut Käutner, Richard Nicolas, K: Werner Krien, M: Werner Eisbrenner, D: Hans Albers, Ilse Werner, Hans Söhnker, Gustav Knuth, 111’ · 35 mm Der ehemalige Seemann Hannes, Stimmungssänger in einem Vergnügungslokal auf St. Pauli, verliebt sich in Gisa, die Geliebte seines verstorbenen Bruders. Gisa entscheidet sich jedoch für den Werftarbeiter Willem und der enttäuschte Hannes geht wieder auf große Fahrt. Aus dem vom Propagandaministerium gewünschten Hohelied auf die deutsche Handelsschifffahrt machte Helmut Käutner eine subversiv-melancholische Dreiecksgeschichte mit ungeschminkter Reeperbahn-Atmosphäre, saufenden Matrosen und resoluten Hafennutten. Großadmiral Dönitz und der Hamburger Gauleiter Kaufmann sollen nach der Uraufführung im besetzten Prag im Dezember 1944 wegen Schädigung des Ansehens der deutschen Marine auf eine Umarbeitung der Inlandsfassung gedrungen haben, die jedoch bis Kriegsende nicht abgeschlossen war. Bei der deutschen Premiere im September 1945 empörten sich dann die Kirchen einmütig über das unmoralische Treiben auf dem Kiez. (jr) DO 2.1. um 20 Uhr + SA 4.1. um 18.30 Uhr