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Wie ein Fisch im Wasser

Ab Mitte der 1950er-Jahre präsentierte sich die DDR als ein moderner sozialistischer Industriestaat. Fabriken und Industrieanlagen rückten auch in Filmen der DEFA in den Mittelpunkt. Sie sollten als Grundlage der Ökonomie des Landes hervorgehoben und die Arbeiter als Träger des Fortschritts und Erbauer der Zukunft gewürdigt werden. Diese Anliegen kommen zum Beispiel in Stahl und Menschen des damals österreichischen Gastregisseurs Hugo Hermann und in Reparaturbrigade Zementwerk von Werner Kohlert zum Ausdruck.

Ab den 1980er-Jahren wurde das Thema Umwelt wichtiger und das Bild des Menschen als Herrscher über die Natur kritisiert, etwa im populärwissenschaftlichen Film Wie ein Fisch im Wasser, der einen Fischer porträtiert, welcher über die Verschmutzung einer Fischgrube durch die LPG nachdenkt. Die Reportage Die Karbidfabrik thematisiert die Umweltprobleme der ausgehenden DDR in einem weitaus größeren Maßstab. Die offene Kritik an den Arbeitsbedingungen in der veralteten Chemieindustrie des Landes stellt zugleich auch das Zukunftsversprechen der Gesellschaft infrage. (lp)

Stahl und Menschen

Reparaturbrigade Zementwerk

Die Karbidfabrik