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Die erste eigenständige Regiearbeit von Pavel Jurácek umfasst zwei Episoden, zu denen ihn sein Militärdienst inspiriert hatte. Wie von den Dramaturgen der Filmstudios Barrandov gefordert, greift Jurácek ein aktuelles Thema auf. Anders als gewünscht richtet er jedoch seinen Blick auf die absurden Seiten des Soldatenalltags. Die Groteske Achillovy paty erzählt von einem Soldaten mit einer entzündeten Achillesferse, der in Begleitung eines Gefreiten zum Arzt fährt. Zunächst distanziert sich der Ältere von seinem jungen, naiven Begleiter, die Sehnsucht nach den unerreichbar schönen Frauen in der zivilen Welt bringt sie einander dann jedoch näher. In einer Nebenrolle ist der Dramatiker, Dissident und spätere Staatspräsident Václav Havel zu sehen, mit dem Pavel Jurácek befreundet war.

Auch in der zweiten, titelgebenden Episode drehen sich alle Gedanken und Gespräche der Soldaten nur um Frauen. Nach einem Manöver darf ein Tanzabend in der Kaserne stattfinden. Zwei Soldaten fahren mit einem Bus los, um die Frauen der Umgebung abzuholen. Sie erleben jedoch eine Überraschung. (chf)