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Kurzfilme nach Stanislaw Lem

Wycieczka w kosmos | Eine Reise in den Kosmos PL 1961, R: Krzysztof Debowski, B: Stanislaw Lem, K: Jan Tkaczyk, M: Krzysztof Penderecki, 11’ • 35 mm Przyjaciel | Der Freund PL 1965, R/K: Marek Nowicki, Jerzy Stawicki, D: Piotr Kurowski, Józef Pieracki, Stanislaw Igar, 18’ • 35 mm, OmU Przekladaniec | Rollkuchen (Organitäten) PL 1968, R: Andrzej Wajda, B: Stanislaw Lem, K: Wieslaw Zdort, D: Bogumil Kobiela, Ryszard Filipski, Anna Prucnal, 35’ • 35 mm, OmeU Maska | Maske PL 2010, R/K: Stephen Quay, Timothy Quay, M: Krzysztof Penderecki, 23’ • 35 mm, OmeU Angesichts der weltweiten Bedeutung Stanislaw Lems für die Erneuerung des Science-Fiction-Genres fallen die Versuche von Kurzfilmemachern, sich seines Werkes anzunehmen, überraschenderweise überschaubar aus. Lem stand dem Medium Film ja eher skeptisch gegenüber. Umso erstaunlicher sind deshalb zwei frühe Kurzfilme, an denen er selbst als Drehbuchautor mitwirkte. Der groteske Zeichentrickfilm Wycieczka w kosmos (1961) mutet wie eine Selbstparodie an, bei der Technikfaszination und Zivilisationskritik zur Musik Krzysztof Pendereckis aufeinander prallen. Für Wajdas Przekladaniec (1968) entwarf Lem eine zu Beginn des 21. Jahrhunderts spielende Kapitalismuskritik: Organtransplantationen sind inzwischen perfektioniert und gehören zur Tagesordnung, sorgen aber immer wieder für komplizierte juristische Verwicklungen. Ohne Beteiligung des Meisters entstand bereits 1965 Przyjaciel von Marek Nowicki und Jerzy Stawicki nach Lems gleichnamiger Novelle: die Geschichte eines einsamen Mannes, der mit Hilfe eines elektronischen Supergehirns die Weltherrschaft erringen möchte. Jüngster Versuch einer Lem-Bearbeitung ist die Verfilmung der Erzählung Maska durch die kanadischen Zwillingsbrüder Quay. Sie entwerfen in traditioneller Stop-Motion-Animation eine düstere, von Masken, Puppen und bedrohlichen Wesen bevölkerte Wunderkammer. (cl) SO 27.04. um 18.30 Uhr