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Mein kleines Kind

Mit Mein kleines Kind setzt sich ein weiteres Tabuthema im Film fest: die Aushandlung des Umgangs mit einer fatalen pränatalen Diagnose.

Katja Baumgarten lässt sich bei ihrer schweren Entscheidung, das Kind zu behalten und auszutragen, von ihrer Freundin und Kollegin Gisela Tuchtenhagen begleiten. Die Aufnahmen sind für Baumgarten, die nicht nur Filmemacherin sondern auch Hebamme ist, einerseits persönliche Verarbeitung der eigenen Krise, andererseits notwendige Offenbarung dieses gesellschaftlichen verschwiegenen Themas. Für Baumgarten fungiert der Dokumentarfilm „als ein Zeugnis, wo ich fürchte, die Orientierung im inneren Chaos zu verlieren.“ Die ordnende und strukturierende Funktion von Film lässt das Medium als eines des Denkens und Fühlens erscheinen.

Dass sich Tuchtenhagen in den 1980er Jahren ebenfalls ein paar Jahre lang einem medizinischen Beruf zuwendete und eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege machte, weist auf ihre sorgetragende Haltung, die auch ihre Filme einnehmen und beide Filmemacherinnen als Vertreterinnen einer Art Kino der Sorge(-/Arbeit) beschreiben. Ihr erster gemeinsamer Film Wie habt ihr das alle gemacht? Geburt im Sommer (1997) über eine selbstbestimmte Hausgeburt zeugt von dieser Verbindung. (fib)

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Dokumentarische Positionen: Gisela Tuchtenhagen

Mein kleines Kind