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Kurzfilmprogramm

Sleep, My Love

Sleep, My Love USA 1948, R: Douglas Sirk, B: St. Clair McKelway, Leo Rosten, K: Joseph A. Valentine, D: Claudette Colbert, Robert Cummings, Don Ameche, Rita Johnson, George Coulouris, Queenie Smith, 97‘ · 35 mm, OF SO 31.07. um 20.30 Uhr + MI 03.08. um 20 Uhr Lange fast komplett vergessen, inzwischen dank einer Restaurierung des UCLA Film and Television Archive wiederentdeckt: Sirks vielleicht reinster und sicherlich psychopathischster Film Noir. Claudette Colbert, Veteranin zahlloser Screwball-Klassiker, spielt die reiche New Yorkerin Alison Courtland, die von einem gegen sein Starimage besetzten Don Ameche systematisch um den Verstand gebracht wird. Sleep, My Love variiert Motive klassischer Terrorfilme um hysterisierte Frauenkörper wie Gaslight oder Suspicion und ist auch sonst Pulp in Reinform: Gedächtnisverlust, Eifersucht, Drogenwahn und als Bonus Hazel Brooks in einer denkwürdigen Nebenrolle als mondän-diabolischer Vamp. Produziert wurde der Film von der Stummfilmlegende Mary Pickford. „Sirks Finale suggeriert, dass der wahre Grund von Alisons Angst – dass ein Mann ihrem Leben seinen Willen aufzwängt – kein zufälliger, sondern ein kulturell determinierter ist; und dass er deshalb auch all jenen Beziehungen eignet, die nicht gleichermaßen mörderisch sind.“ (Scott Nye). (lf) Preserved by the UCLA Film and Television Archive in cooperation with Paramount Pictures.