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Marta und Stig sind die Neulinge im Orchester von Helsingborg. Sie kommen sich näher, heiraten, kriegen Kinder. Doch Stig ist davon überzeugt, dass ihm als Solist eine große Karriere bevorstünde. Unter seinem Scheitern und seiner Angst vor künstlerischer Mittelmäßigkeit leidet auch seine Familie. Gerade als er mit Marta einen Neuanfang versuchen will, geschieht ein schrecklicher Unfall…

Indem Ingmar Bergman den Film mit der Nachricht von dem Unfall beginnen lässt und die Geschichte von Marta und Stig in einer großen Rückblende erzählt, lässt er die Handlung unerbittlich auf das fatale Ende zulaufen. Die Proben zu Beethovens Neunter bilden dabei den Rahmen, und am Ende fordert der Dirigent, gespielt von Victor Sjöström, seine Musiker auf, wahre Freude, die jenseits von Leid aufscheint, zu spielen. „Es ist nicht das erste Mal im Film, dass ein Regisseur ein Orchester aufnimmt, und dass er sich wie Argus bemüht, überall gleichzeitig zu sein. Aber auf jeden Fall gelingt es in An die Freude der Kamera das erste Mal, reine Musik zum Ausdruck zu bringen. […] Was Bergman mit diesem Film unternimmt, ist zu beweisen, dass die Funktion dieser Kunst es ist, das Unaussprechliche auszusprechen.“ (Jacques Siclier) (sa)