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Kurzfilmprogramm

Unter den Linden. 3. Teil: Entscheidung am Tor

Unter den Linden. 3. Teil: Entscheidung am Tor DDR 1970, P: DEFA-Gruppe 67 für das Fernsehen der DDR, R: Klaus Alde, Michael Englberger, Idee: Annelie Thorndike, Künstlerische Beratung: Annelie und Andrew Thorndike, 52’ · DigiBeta SO 04.03. um 16 Uhr + DI 06.03. um 20 Uhr · Einführung: Jeanpaul Goergen Vorprogramm: Skladanowsky Filme von 1896 D 1896, R: Max Skaladanowsky, 4’ · 35mm Parade in Berlin unter den Linden (AvT) D ca. 1910, R: Louis Held, 2’ · 35mm Messter Woche 46+47/1918 D 1918, 9’ · 35mm Im Schatten der Weltstadt D 1928, R: Albrecht Viktor Blum, 14’ · 35mm Die dritte Episode des DEFA-Geschichtsfeuilletons Unter den Linden von 1970 kreist um Ereignisse rund um das Brandenburger Tor. Montiert werden vor allem Filmdokumente, etwa vom Elend der Mietskasernen und dem Prunk preußischer Militärparaden, Aufnahmen aus dem Ersten Weltkrieg und eine Ansprache von Karl Liebknecht. Über die Novemberrevolution 1918 und die Arbeiterbewegung der 1920er Jahre springt der Film zur Bücherverbrennung 1933 auf dem Bebelplatz. Nach Kriegsende beginnen in Berlin die Aufräumarbeiten. An der Ruine des Stadtschlosses zieht ein Demonstrationszug vorbei. Der Bau der Berliner Mauer am 13. August wird als Friedensmaßnahme herausgestellt, Geschichte und Zeitgeschichte nach dem offiziellen Lehrbuch interpretiert. Vier Kurzfilme führen ins Kaiserreich und in die gar nicht so goldenen Zwanziger Jahre. Die ersten Filmaufnahmen von Berlin zeigen 1896 unter anderem das Leben und Treiben am Alexanderplatz und den Aufzug der Wache Unter den Linden. Um 1910 wird auch eine der zahlreichen Paraden Unter den Linden gefilmt. Im November 1918 hält die Wochenschau Szenen aus den Revolutionstagen fest. Nur wenige Regisseure aber dokumentierten das Massenelend der Zwanziger Jahre so eindrücklich wie Albrecht Viktor Blum in seinem Kurzfilm Im Schatten der Weltstadt von 1928. (jg)