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Kurzfilmprogramm

Waterberg to Waterberg - In the Footsteps of Samuel Maharero

Waterberg to Waterberg – In the Footsteps of Samuel Maharero NAM 2014, R: Andrew Botelle, D: Kambausuka Tjivau, Ratanauka Hengura, Unotjari Katjimune, Kaitjindire Tjeriye, 61’ · digital file SO 20.11. um 20.30 Uhr Dokumentarfilm über Samuel Maharero, den Anführer der Herero, der von einem einflussreichen Verbündeten der deutschen Kolonialmacht in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, zu ihrem erbitterten Gegner wurde. Der Aufstand des unterdrückten Volks der Herero bricht am 12. Januar 1904 los. Bei der entscheidenden Schlacht am Waterberg am 14. August 1904 werden sie vernichtend geschlagen und Tausende Herero in die Wüste getrieben, wo sie elend verdursten. Maharero entkommt mit rund 1000 Gefährten über die Omaheke-Wüste und findet in Britisch-Betschuanaland, heute Botswana, Zuflucht; dort stirbt er 1923. Der Film erzählt die Geschichte dieser Flucht vom Waterberg in Namibia zum gleichnamigen Waterberg in Südafrika. Interviews mit heute in Namibia, Botswana und Südafrika lebenden Herero, offizielle Berichte sowie zeitgenössische Film- und Fotoaufnahmen beleuchten die Lebensbedingungen Mahareros und seiner Getreuen im Exil zwischen 1904 und 1923. Zwar hatten sie ihr Land und alle Besitztümer verloren, ihre Kultur bewahrten sie aber in ihrem Herzen auf. Erst 2015 erkannte die Bundesregierung das Massaker an den Herero zwischen 1904 und 1908, das über 85.000 Opfer forderte, als „Vernichtungskrieg“ sowie als „Kriegsverbrechen und Völkermord“ an. (jg)