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Kurzfilmprogramm

Weiber

In Weiber, der nahe der Autobahnen gedreht wurde, auf denen die Protagonisten der späteren Filme vergebliche Fahrten antreten, kommt ein Junge zu Wort, der noch keinen Führerschein hat und Autofahren nur spielen darf: Aber an die Nicht-Orte kommt man auch zu Fuß.

Pilotinnen

»Strände, Palmen, Suites, Drinks in ausgehöhlten Früchten – wünscht siche eine Kollegin Karins. Karin selbst will irgendwann einmal nach Paris. An die Strände der Südsee wollen die Rentner – die, die auf den Tod warten. Nach Paris werden die gehen, die auf ein zweites Leben hoffen. Bis dahin hat Karin ihr Leben ausgesetzt. Keine Familie. Keine Wohnung. Keine Fotos auf dem Nachttisch. Sie ist Handlungsreisende für eine Kosmetikklitsche. Seit Jahren fährt sie durch die zersiedelte Bundesrepublik. Sie ist jetzt Ende vierzig. In dem Sommer dieser Geschichte verschiebt sich alles um sie herum. Sie muss kämpfen. Man hat ihr eine jüngere Frau ins Auto gesetzt, eine vermeintliche Nachfolgerin, Sophie. (...) Mitten in ihrem gemeinsamen Sommer, während des Kampfes gegeneinander, explodiert eine Tränengasflasche, und sie liegen heulend am Ufer eines Flughafensees. Sie erkennen, dass sie draußen sind. Sie tun sich zusammen. Sie schlagen um sich. Jetzt werden die anderen heulen.« (Christian Petzold)