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Went the Day Well?

Das gemeinsame Singen in der Kirche, der Dorftratsch, das Lachen im Kino, kurzum: das britische Landleben steht für Alberto Cavalcanti und Humphrey Jennings angesichts der drohenden Invasion der Nazis auf dem Spiel. Dennoch nutzen die beiden Filmemacher das romantisierte Idealbild des Dorfes in ihren Filmen unterschiedlich: 1941, als Went the Day Well? entsteht, möchte Alberto Cavalcanti die Briten auf einen möglichen Einmarsch der Deutschen vorbereiten, doch bei Fertigstellung des Films ein Jahr später stellt eine Invasion keine direkte Bedrohung mehr dar. „Stets wachsam“, scheint Cavalcanti seinen Landsleuten ins Ohr rufen zu wollen, wenn er die Geschichte eines Dorfes erzählt, das Widerstand gegen die sich einnistenden deutschen Truppen leistet.

Zur Projektionsfläche und zum Mittel der sekundären Identifikation wird das walisische Dorf Cwmgiedd in The Silent Village. Laiendarsteller*innen werden zu Brüdern und Schwestern im Geiste für die Menschen aus dem tschechoslowakischen Dorf Lidice, das 1942 Opfer des nationalsozialistischen Terrors wurde und dessen Männer allesamt erschossen wurden. Jennings stellt mit den Waliser*innen die Ereignisse nach, verzichtet dabei über weite Teile auf erklärende Kommentare und verlässt sich ganz auf den diegetischen Ton, um den Horror der Nazis zu vermitteln. In einer solidarischen Geste des Widerstands macht der Film klar: „The Nazis were wrong. The name of Lidice has not been obliterated. The name of Lidice has been immortalized.“ (mbh)

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The Silent Village

Das gemeinsame Singen in der Kirche, der Dorftratsch, das Lachen im Kino, kurzum: das britische Landleben steht für Alberto Cavalcanti und Humphrey Jennings angesichts der drohenden Invasion der Nazis auf dem Spiel. Dennoch nutzen die beiden Filmemacher das romantisierte Idealbild des Dorfes in ihren Filmen unterschiedlich: 1941, als Went the Day Well? entsteht, möchte Alberto Cavalcanti die Briten auf einen möglichen Einmarsch der Deutschen vorbereiten, doch bei Fertigstellung des Films ein Jahr später stellt eine Invasion keine direkte Bedrohung mehr dar. „Stets wachsam“, scheint Cavalcanti seinen Landsleuten ins Ohr rufen zu wollen, wenn er die Geschichte eines Dorfes erzählt, das Widerstand gegen die sich einnistenden deutschen Truppen leistet.

Zur Projektionsfläche und zum Mittel der sekundären Identifikation wird das walisische Dorf Cwmgiedd in The Silent Village. Laiendarsteller*innen werden zu Brüdern und Schwestern im Geiste für die Menschen aus dem tschechoslowakischen Dorf Lidice, das 1942 Opfer des nationalsozialistischen Terrors wurde und dessen Männer allesamt erschossen wurden. Jennings stellt mit den Waliser*innen die Ereignisse nach, verzichtet dabei über weite Teile auf erklärende Kommentare und verlässt sich ganz auf den diegetischen Ton, um den Horror der Nazis zu vermitteln. In einer solidarischen Geste des Widerstands macht der Film klar: „The Nazis were wrong. The name of Lidice has not been obliterated. The name of Lidice has been immortalized.“ (mbh)

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