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Im Mittelpunkt unserer Reihe Sammelt Filme! stehen Privatsammler*innen und unabhängige Archive. Neben den Beständen deutscher Kinematheken existieren nämlich zahlreiche Sammlungen, die sich der Initiative von Privatleuten oder Vereinen verdanken und deren besonderen Interessen und Vorlieben folgen. Durch ihr Engagement ermöglichen sie eine vielfältigere Überlieferung des Filmerbes und eine größere Zugänglichkeit, denn viele Archive limitieren zunehmend den Verleih analoger Kopien. Im Juni stellt Bernhard Gugsch die Sammlung der Bonner Kinemathek vor.

Das Kino in der Brotfabrik, betrieben vom Bonner Kinemathek e.V., wurde 1986 im Kulturzentrum Brotfabrik im Bonner Stadtteil Beuel gegründet. Schon bald begann man mit dem Sammeln von Filmkopien, unter anderem um internationale Filme in ihrer Originalfassung bzw. mit englischen Untertiteln zeigen zu können und nicht in der Synchronfassung, wie sie damals vom Filmverleih meist angeboten wurden. Weitere Sammlungsschwerpunkte kamen hinzu: Filme mit Bonn-Bezug, frühe oder vergessene Werke bekannter Regisseure, Stummfilme, 3-D-Filme, Werbefilme der 1950er und 1960er Jahre. Begründet wurde die Filmsammlung vom damaligen Leiter der Bonner Kinemathek, Stefan Drößler, der heute das Münchner Filmmuseum leitet. Mittlerweile befinden sich die Kopien der etwa 1.000 Titel nicht mehr in Bonn. Sie wurden als Schenkung dem Archiv des Filmmuseums Düsseldorf übergeben.