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Eunice Martins (Flügel)

A Tolonc

Neben Budapest, wo eher konventionelle Filme entstanden, gab es für ungarische Filmschaffende ab 1913 auch die Möglichkeit, in Kolozsvár (dem heutigen Cluj) zu drehen. Dort hatte der umtriebige Direktor des Nationaltheaters Jenö Janovics mit Hilfe von Pathé ein kleines Filmstudio errichtet. Kertész drehte hier unter anderem A Tolonc, der 2008 in New York wiedergefunden wurde und der älteste erhaltene Film des Regisseurs ist. Das auf einem äußerst populären Theaterstück basierende rührselige Drama erzählt von einer jungen Frau, die plötzlich erfährt, wer ihre wahren Eltern sind. Sie versucht ihr Glück als Dienstmädchen, verliebt sich, wird dann jedoch des Diebstahls bezichtigt...

Die Rolle des Sohnes, der sich in die Magd verliebt, spielt Mihály (Michael) Varkonyi, der später auch in Wien weiter mit Kertész zusammenarbeitete. Mari Jászai, der Star des Nationaltheaters in Kolozsvár, verkörpert die Mutter der jungen Frau. A Tolonc wirkt durch die vielen Studioaufnahmen etwas konventionell, wartet jedoch auch Doppelbelichtungen und atemberaubenden Szenen in den Karpathen auf. Kertesz‘ erzählerisches und inszenatorisches Geschick ist in dieser frühen Arbeit schon wahrnehmbar. (jt)

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