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Endlich gelingt es dem charmanten Lebemann Philip (Adolf Wohlbrück), den letzten Abend der Schiffspassage alleine mit der „sehr fein ironisch-abweisenden“ Viola (Renate Müller) zu verbringen. (Berliner Illustrierte Nachtausgabe, 13.6.1936). Er steigert sich im Angesicht ihrer Ausweichmanöver vom Liebesschwur bis fast zum Heiratsantrag. Doch dann setzt eine von Müller und Wohlbrück fantastisch gespielte Ehehorrorvision ein und „Philipp verheddert sich in seinem Bestreben nach Freiheit, denn er verliebt sich immer stärker in Viola, je mehr er sich von ihr zu entfernen versucht. Hier ist es Renate Müller, die eine freudig-diabolische Energie entwickelt, wenn es darum geht, den von ihr ebenso begehrten Mann an der Nase herumzuführen.“ (Elisabeth Streit 2020)

Die Schiffsouvertüre ist indes nur der Anfang für ein letztes großes Lachfeuerwerk, das Müller und Wohlbrück gemeinsam mit Jenny Jugo, Heinz Rühmann und Hilde Hildebrand abbrennen, eine turbulente und vor Regieeinfällen strotzende Verwechslungskomödie, die den amerikanischen Screwball-Vorbildern in nichts nachsteht. Es wird die letzte Zusammenarbeit von Müller und Wohlbrück bleiben, der kurz darauf über Hollywood nach England emigrieren wird – was Renate Müller zu diesem Zeitpunkt vermutlich nicht mehr möglich war. (fl)

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"Man wird sich diesen Namen merken müssen, Müller"

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