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Im Sommerurlaub in der heimatlichen Türkei lernt Güldane, eine junge, selbstbewusste Frau, die zur Arbeit nach Deutschland gezogen ist, einen Mann aus ihrem Dorf kennen. Mahmut bietet ihr viel Geld, wenn sie ihn heiratet, damit auch er auswandern kann. Auf diese Weise ebenfalls nach Berlin gelangt, möchte er nun aus der Schein- eine richtige Ehe machen. Güldane lehnt dies aber ab – bis sie Schutz vor einem anderen Mann sucht.

In Deutschland ist dieser größtenteils in Berlin gedrehte türkische Spielfilm weitgehend unbekannt geblieben. Dabei gilt er als der erste Versuch im türkischen Kino, die Auswanderung in die Bundesrepublik und nach West-Berlin nicht nur mit den Mitteln des Melodrams, sondern auch mit sozialkritischem Ansatz zu behandeln. Dabei ist der Befund über das Leben in der neuen Heimat für diese wenig schmeichelhaft, wie schon der Filmtitel vermuten lässt. Selbiger ist auch der sprichwörtlich gewordene Titel eines Liedes, das in den sechziger Jahren bekannt und beliebt wurde, als türkische Auswanderer in großer Zahl nach Deutschland kamen. (gym)