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Anett Werner-Burgmann

Barcarole

In einer rauschenden Festnacht im Jahr 1911 wetten zwei Herren um die Tugendhaftigkeit einer Dame. Der gutgelaunte Gigolo Eugen Colloredo (Gustav Fröhlich) möchte dem reichen Mexikaner Alfredo Zubaran (Willy Birgel) beweisen, dass er nur diese eine Nacht benötigt, um dessen als besonders keusch geltende Gattin Giacinta (Lída Baarová) zu verführen. Gelingt es ihm und kann er als Beweis Giacintas Medaillon vorzeigen, stünde ihm im Duell gegen Zubaran, einem exzellenten Schützen, der erste Schuss zu. Was Colloredo jedoch nicht in Betracht zieht, ist der Umstand, dass er sich in Giacinta verlieben könnte…

Mit der Musik aus Jacques Offenbachs Oper Hoffmanns Erzählungen, insbesondere der titelgebenden Barcarole als Leitmotiv, schwelgt Gerhard Lamprechts Ufa-Tonfilm in einem Postkarten-Venedig, das von dem Architekten-Duo Robert Herlth und Walter Röhrig aufwendig in den Studios von Neubabelsberg aufgebaut wurde. Das Set galt als eine der größten Filmkulissen seiner Zeit. Unter der Regie von Roger Le Bon entstand zeitgleich eine französische Sprachvariante mit dem Titel Barcarolle. (awb)