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D 1936/39, R: Leo de Laforgue, 73’ · 35 mm Zwischen 1936 und 1939 arbeitete Leo de Laforgue (1902-1980) als Ein-Mann-Filmemacher an einem abendfüllenden Dokumentarfilm über Berlin, den er als „eines der wirkungsvollsten Propagandamittel für die nationalsozialistische Reichshauptstadt” ansah. Sein Film sollte der Welt demonstrieren: „So ist Berlin, die Stadt Adolf Hitlers!” (Film-Kurier, 23.3.1939). Der von der Tobis nur mit Musikbegleitung fertiggestellte Film kam aber nie in die Kinos. Neben politischen Gründen dürften auch Einwände gegen künstlerische Mängel eine Rolle gespielt haben: Laforgue kann nie an seine erklärten Vorbilder Walter Ruttmann und Leni Riefenstahl anknüpfen. Der Film kam erst 1950 in West-Berlin in einer entnazifizierten, von Friedrich Luft kommentierten Fassung als Symphonie einer Weltstadt heraus. – Wir zeigen eine vom Bundesarchiv-Filmarchiv neugezogene Kopie. (jg) DO 20.02. um 20.00 Uhr · Einführung: Jeanpaul Goergen