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BERLIN.DOKUMENT – unter diesem Titel präsentiert das Zeughauskino in chronologischer Folge monatlich ein Programm mit dokumentarischen Aufnahmen von Berlin. Die Programme erzählen mosaikartig eine Geschichte Berlins, wie sie in oft unbekannten, an den Rändern der kommerziellen Filmindustrie entstandenen Aufnahmen überliefert ist.

Im Januar stehen Produktionen auf dem Spielplan, die die Maßnahmen zum Wiederaufbau Berlins in den Jahren 1949 bis 1952 darstellen. Leo de Laforgues Film Berlin – Gigant der Arbeit, Stadt der Schönheit ist im Februar in zwei Fassungen zu sehen: in seiner ursprünglichen Fassung von 1939 und in der unter dem Titel Symphonie einer Weltstadt herausgebrachten, entnazifizierten Version von 1950. Das Programm im März versammelt Filme aus West- und Ost-Berlin, in denen die zunehmende politische Spaltung der Stadt zum Ausdruck kommt.

Im April stehen Kurzfilme der 1950er Jahre auf dem Programm, die technische Errungenschaften Berliner Unternehmen darstellen oder von der Arbeit in den Museen berichten. Zu sehen sind auch die damals nicht veröffentlichten Aufnahmen von der Sprengung des Berliner Stadtschlosses. Im Mai widmet sich BERLIN.DOKUMENT dem Thema „Alltag und Politik in West-Berlin Anfang der 1950er Jahre“ und präsentiert dabei einen Film über den Deutschen Evangelischen Kirchentag, der 1951 in beiden Stadthälften unter dem Motto „Keiner ohne den Anderen“ stattfand. In Erinnerung an den Aufstand in Ost-Berlin vom 17. Juni 1953 versammelt BERLIN.DOKUMENT im Juni zeitgenössische Wochenschauen. Ein zweites Programm stellt die DEFA-Produktion Baumeister des Sozialismus vor, die anlässlich des 60. Geburtstags Walter Ulbrichts am 30. Juni 1953 entstand, nach Stalins Tod im März 1953 jedoch zurückgezogen wurde.

BERLIN.DOKUMENT entsteht in Zusammenarbeit mit dem Bundesarchiv-Filmarchiv und wird von Jeanpaul Goergen kuratiert.

Berlin.Dokument 2014

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