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Brennendes Geheimnis

D 1933, R: Robert Siodmak, B: Friedrich Kohner nach der gleichnamigen Novelle von Stefan Zweig, K: Robert Baberske, Richard Angst, D: Willi Forst, Hans Joachim Schaufuß, Hilde Wagner, Alfred Abel, 94‘ · 35 mm Ein Schweizer Hotel in der Nachsaison. Eine Anwaltsgattin hat sich mit ihrem 13-jährigen Sohn einquartiert. Ebenfalls zu Gast ist Baron von Haller, ein Rennfahrer, der mit seinem schicken Schlitten mächtig Eindruck auf den Sohn macht. Jedoch muss dieser bald entdecken, dass seine Mutter mit Haller eine Affäre angefangen hat. Immer weiter steigert er sich in seine Eifersucht hinein... Siodmak verlegt Stefan Zweigs Jahrhundertwende-Novelle in die Gegenwart, bleibt ihr in der Psychologisierung der Figuren wie auch in der Fokussierung auf den Sohn allerdings treu. Als der Film am 20.3.1933 Premiere hatte, war sein Regisseur längst auf dem Weg ins Exil und auch die Autorin der folgenden Zeilen wird ihm kurz darauf gen Paris folgen: „Es geht hier nicht um eine große Handlung: Geschehnisse in der Welt seelischen Erlebens gewinnen Form; wie sie im Optischen eingefangen werden, wie sie ein sparsamer, durchfeilter Dialog aufdeckt -, darin liegt der Verdienst dieses Filmwerks“ (Lotte Eisner, Film-Kurier, 21.3.1933). (fl) DI 08.04. um 20 Uhr + DO 10.04. um 20 Uhr