
„Das deutsche Volk will ernsthaft wissen, worum es ging, 1848!“ Diese Einschätzung des Filmproduzenten im Rahmen seiner Überlegungen zu dem im Film Und wieder 48 entstehenden Historienfilm 1848 bildet das erzählerische Rückgrat der ersten Produktion des aus dem Exil zurückgekehrten Emigranten Gustav von Wangenheim. 100 Jahre nach der Revolution von 1848 und ein Jahr vor der Gründung der DDR wird mit der parteiischen Deutung der Ereignisse von 1848 eine funktionale Perspektive der Kunst im ersten sozialistischen Staat auf deutschem Boden und damit dem DEFA-Film selbst gefordert.
Im Film ist es die von Inge von Wangenheim gespielte Studentin Else Weber, die anlässlich einer Statistenrolle eine Diskussion über die problematische Deutung des Regisseurs beginnt. Vor allem die historische Figur des Studenten Gustav Adolph Schlöffel, der sich für die Rechte der Bürger einsetzte, hat es ihr angetan. Ihre Deutung der Geschichte setzt sich schließlich durch und führt nach einer Ausstellung und einem Kabarettabend zu nun im richtigen Geiste durchgeführten finalen Dreharbeiten auf der Thüringer Wartburg. (mg)
Und wieder 48
- DDR 1948
- 35mm
-
R/B: Gustav von Wangenheim, K: Bruno Mondi, D: Inge von Wangenheim, Ernst Wilhelm Borchert, Viktoria von Ballasko, Josef Sieber, Ann Höling, Willi Rose, 102'