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Dramatik über den Wolken: Zwei Männer lieben dieselbe Frau, einer der beiden lauert dem anderen bei der Jagd auf, ein Schuss fällt, nur der Angeschossene kehrt ins Dorf zurück. Was geschah in den Bergen?

Das in expressiven Landschaftstotalen und Nahaufnahmen von schroffen Laiengesichtern schwelgende Langfilmdebüt Harald Reinls ist zugleich einer der ersten Berg- und Heimatfilme der deutsch-österreichischen Nachkriegszeit. Die Verfilmung des gleichnamigen Stoffes von Adalbert Stifter versammelt Motive, die den Heimatfilm-Boom der 1950er Jahre prägen werden, etwa die unerwiderte wie umkämpfte Liebe oder das Motiv der – oft martialisch geächteten – Wilderei. Bergkristall geht mit seinem Mystizismus jedoch auch eigene Wege: eine vor majestätischer Naturkulisse sich abspielende Parabel von Gut und Böse, Gemeinschaft und Individuum, in deren Zentrum ein magischer Kristall erstrahlt, der, bei Sünde sich schwarz verfärbend, gottgläubigen Menschen den rechten Weg weist. 

Wie stark die Tiroler Berglandschaft das Frühwerk des ehemaligen Ski-Profis und gebürtigen Österreichers Reinl prägte, verdeutlicht Oster-Skitour in Tirol, ein Kulturfilm von Reinl und Guzzi Lantschner, der dokumentarische Sport- und Landschaftsaufnahmen mit einer Spielfilmstory kombiniert. Produziert wurde der Film von der Olympia-Film GmbH. Deren Gesellschafterin: Leni Riefenstahl. (ts)

Bergkristall


D 1949
35mm

R: Harald Reinl, B: Harald Reinl, Hubert Schonger, Rose Schonger K: Josef Plesner, M: Giuseppe Becce, D: Franz Eichberger, Maria Stolz, Hans Renz, Cilli Greif, Michael Killisch Horn, 87‘

Oster-Skitour in Tirol


D 1939
35mm

R: Guzzi Lantschner, Harald Reinl, B: Guzzi Lantschner, Harald Reinl, K: Guzzi Lantschner, M: Otto Schubert, D: Heli Lantschner, Trude Lechle, Dori Ner, 21‘

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