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Wenige Monate nach der Uraufführung von Der Frosch mit der Maske (1959), Reinls Startschuss zur immens populären Edgar-Wallace-Reihe, kam die nahezu unbekannte, bis heute nicht für das Heimkino veröffentlichte Schlagerfilmkomödie Paradies der Matrosen in die Lichtspielhäuser – Reinls erster Beitrag zu einem Genre, dem er sich in seinem Spätwerk noch einmal zuwenden sollte, etwa mit dem Roy-Black-Vehikel Grün ist die Heide (1972).

Nachdem seine Regiekollegen Paul Martin und Arthur Maria Rabenalt abgesagt hatten, übernahm der stets reiselustige Reinl gerne das teils in Rio de Janeiro und im brasilianischen Urwald realisierte Projekt. Die wendungs- und figurenreiche Handlung, der man das Schielen auf US-amerikanische Musicals, speziell auf Stanley Donens und Gene Kellys Matrosenschwank On the Town (1949), anmerkt, fasste die dem Unterhaltungsfilm gegenüber skeptisch eingestellte Tagespresse so zusammen: „Im Dschungel einer ungewohnten Insel in der Karibischen See liegt das Wrack einer alten Seeräuber-Fregatte. An Bord sollen sagenhafte Schätze verborgen sein. Junge Leute aus Millionärsfamilien machen mit einer eleganten Jacht auf, um sie zu bergen. Eine Meuterei der Besatzung verhilft ihnen zu einer unfreiwilligen Robinsonade und mehr Abenteuern, als ihnen lieb ist. Daneben sind sie von Herzensnöten reichlich strapaziert.“ (Die Welt, 9.11.1959) (ts)

Paradies der Matrosen