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Professor Oskar Grant hat die Nacht zum Tag gemacht. Mit Erfolg: seine Erfindung, das kalte Licht, wird die Welt verändern. Angst vor Missbrauch dürfe die Wissenschaft niemals aufhalten, erwidert Grant seinem sorgenvollen Assistenten, verkauft das Patent an die Weltvereinigung der Industriellen – und löst damit eine Reihe mysteriöser Einbrüche und Intrigen, Attentate und Entführungen aus. Denn kein Geringerer als der berühmte Illusionist Durk (großartiger Bösewicht: Emil Artur Longen), der zur Geburtstagsfeier von Grants erwachsener Tochter Anna (Anny Ondra) auftritt, stiehlt die Pläne. Zum Glück machen sich die schöne Anna und ein wissbegieriger Ingenieur (Karel Lamač) sofort daran, dem Schurken das Handwerk zu legen.

Jan Stanislav Kolár und Karel Lamač schufen mit Otrávené světlo einen der bemerkenswertesten Stummfilme des tschechischen Kinos: Das arglistige Verbrechen, das vor maliziösen Methoden nicht zurückscheut, erinnert an die Filme Louis Feuillades, wenn der Geruch von Mandeln zur tödlichen Falle wird – nur wenige Jahre nach dem Einsatz von Giftgas im Ersten Weltkrieg. Auf der Tonspur der aktuellen Restaurierung des Films sorgt, der zukunftsweisenden Erfindung Grants entsprechend, ein enervierender Elektroscore samt Dröhnen und Rauschen für Nervenkitzel. (mp)

Otrávené světlo