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Zu Gast: Lydia Kayß, Sarah Kübler und André Malberg

Federico Fellinis Otto e mezzo – bloß aus Österreich und statt um einen Regisseur um eine Drehbuchautorin kreisend: Juliane Kay, die große Autorin von „Papas Kino“, können wir leider nicht mehr fragen, inwiefern ihr Skript nach Felicity Douglas‘ Bühnenstück It‘s Never too Late autobiografisch gefärbt ist. Doch der Film ist glücklicherweise beredt genug. 

Luise Ullrich spielt eine Hausfrau, die in ihrer „lieben Familie" jedem stets gerecht wird, ohne dass es ihr jemand mit gleicher Münze vergilt. Ihre Fürsorge ist selbstverständlich und ihre große Leidenschaft, das Schreiben, etwas, worüber man daheim, in der Nachkriegssicherheit der eigenen vier Wände, schmunzelt. Doch dann findet ihr jüngstes Manuskript einen Verleger und reißenden Absatz. Hollywood sichert sich die Rechte und Betty Lang, die gute Mutter, wird Drehbuchautorin in Amerika. Das kann auch das traute Heim nach ihrer Rückkehr nicht unbeeindruckt lassen. Ein vorsichtig optimistischer Film aus einer Zeit, die ihre Freiräume gut verbarg. (ama)

Die liebe Familie