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Zu Gast: Lydia Kayß, Sarah Kübler und André Malberg

Unterwegs als sicherer Ort – was mag diese Formulierung bedeuten? Für den Kölner Journalisten und Autor Peter Finkelgruen (*1942) ist damit zunächst eine Erfahrung seiner Eltern verbunden, die während des „Dritten Reichs“ nach Shanghai, seiner Geburtsstadt, flohen. Der Anfang eines Lebens ohne sicheren Hafen, einer Existenz auf langjähriger Wanderschaft in Europa und der Welt. Über Prag nach Israel, zurück zum Ausgangspunkt der Vertreibung: Deutschland. Von hier aus zeichnen Katharina und Dietrich Schubert Finkelgruens Lebensweg als einen Fluchtweg nach. Wir durchqueren Orte, die Finkelgruens Leben prägten, aber nicht zur Heimat wurden. Denn Heimat ist für ihn, dessen Schicksal exemplarisch ist für eine Generation, die bis heute im Bewusstsein erlittenen Unrechts lebt, ein Unterwegssein. 

Ein bewegter Interview- und Porträtfilm sowie ein Roadmovie, in dem Vergangenheit und Gegenwart zusammenfallen – bei aller Filmschönheit nicht harmonisch versöhnlich, sondern im Zustand der Unruhe. (ama)

Unterwegs als sicherer Ort