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Jan Gympel
Eintritt frei

Der lange Weg der Freiheit

Der Kölner Hundesteuerinspektor Joseph Völz und sein Freund und Kollege Schickedanz sind einem lokalen Geschichtsverein beigetreten. Völz geht es vor allem darum, in dessen Auftrag nach Amerika reisen zu können, um die nach New York ausgewanderte Berliner Pensionswirtin wiederzusehen. Die zum zweihundertjährigen Jubiläum nachgestellte Schlacht von Bennington, Vermont, in der 1777 viele nach Amerika verkaufte Landeskinder aus dem Bergischen Land mitkämpfen mussten, interessiert ihn letztlich so wenig wie der amerikanische Provinzort, in dem er auf einen Namensvetter trifft, oder überhaupt das ganze Land, wo es in seinen Augen nichts gibt, das mit Köln mithalten kann.

Michael Mackenroth, bei den ersten beiden Völz-Filmen Regieassistent, fungierte hier nun als Regisseur. Peter Dreessen sah in der Reihe eine „ungemütliche Bürgersaga“ und lobte: „Der Berliner Poet Robert Wolfgang Schnell ist auf dem Wege, vieles in den Schatten zu stellen, was bisher auf dem Bildschirm deutsche Wirklichkeit von heute in Spielform erfassen wollte. Sein Joseph Völz (...) ist ein deutscher Spießer von Modellformat. Er ist lieb und gemein, gemütlich und brutal, witzig und dumm. Nicht anders seine Umgebung.“ (Hamburger Abendblatt, 21.12.1977) (gym)

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