
Das Drehbuch der 1964 von der Produktionsgruppe Berlin hergestellten Komödie verfassen der erfolgreiche Lustspielautor Rudi Strahl und der Regisseur Wolfgang Luderer gemeinsam. Vor der Kamera steht der DEFA-Komödienstar Rolf Herricht in der Rolle des renommierten Filmschauspielers Ralf Horricht, dem Komödien mittlerweile zuwider sind und der von seinem Regisseur (Herbert Köfer) Charakterrollen fordert. Parallel zur Niederlegung der Dreharbeiten und nach einem Heiratsantrag an seine langjährige Freundin flattert ihm ein Einberufungsbescheid der Nationalen Volksarmee ins Haus, den Horricht übersieht. Doch eingezogen wird der Schauspieler trotzdem.
In der für den Reservisten vorgesehenen Kaserne plant die DEFA kurioserweise Dreharbeiten für den neuen Horricht-Film Keine Zeit für Liebe. Die Verwechslung bleibt nicht aus, und während der Schauspieler nach und nach die Gepflogenheiten des Militärs kennenlernt, kann sich die Nationale Volksarmee, insbesondere deren Führung (Günther Simon), von deren besten Seite präsentieren. Ein Film mit ironischen Seitenhieben gegen das Starwesen des Films und die autoritären Strukturen des Militärs. (mg)
Der Reserveheld
- DDR 1964
- 35mm
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R: Wolfgang Luderer, B: Wolfgang Luderer, Rudi Strahl, K: Hans Heinrich, D: Rolf Herricht, Günther Simon, Marita Böhme, Gerhard Rachold, 78'