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Eine junge Frau steht im Mittelpunkt des Interesses von jungen Männern – an sich nichts Besonderes. Wenn diese Situation im sozialistischen Polen spielt und das Objekt der Begierde aus Frankreich kommt, aber durchaus. Jacek (Cybulski) ist sehr verliebt in die schöne und leichtfüßige Marguerite, Tochter eines französischen Diplomaten. Aber eben nicht nur er. Als für das Mädchen der Tag der Heimreise nach Paris naht, werden die Jungs immer nervöser, vor allem Jacek.

Cybulski spielt nicht nur die wachsende Unruhe souverän, er hat auch am Drehbuch mitgeschrieben, die Handlung basiert auf persönlichen Erlebnissen des Co-Autors Wilhelm Mach. Eine wichtige Rolle spielt dabei der damals legendäre Studentenklub Bim-Bomu in Gdańsk, in dem auch gedreht wurde, so dass durch diesen Film auch ein Stück authentischer Jugendkultur festgehalten wurde; einige Nebendarsteller spielen quasi sich selbst. In einer Szene sitzt Krzysztof Komeda am Klavier, und auch Roman Polański ist zu sehen. Janusz Morgensterns Regiedebüt ist zudem der gelungene Versuch einer Hommage an das zeitgenössische französische Kino der Nouvelle Vague. (cl)

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