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Ein markerschütternder Schrei beim Frisör, die Haare der reichen Amerikanerin (wunderbar hysterisch Grete Weiser) sind vollkommen ruiniert. Ausgerechnet am Vorabend ihrer Abreise ins zaristische Petersburg, wohin sie ihren Mann Colonel Lenox (Georg Alexander) begleiten sollte, um eine große Erbschaft anzutreten. Kurzerhand muss also ein Ersatz gefunden werden, der sich in Form von Madame Hélène (elegant und manipulativ: Renate Müller) ergibt. Diese ist in Wahrheit eine polnische Freiheitskämpferin und die Auftraggeberin des Schönheitsattentats, das es ihr ermöglichen soll, mit dem naiven Amerikaner inkognito über die russische Grenze zu reisen: „Renate Müller spielt die Rolle der polnischen Patriotin und Spionin, selten so gut fotografiert wie in diesem Film, selten aber auch in glänzenden Roben so dekorativ herausgestellt wie hier.“ (Film-Kurier, 2.9.1936) Schwankend zwischen spannendem Spionagereißer und überdrehter Kriminalkomödie trifft Waschnecks Film nicht immer den richtigen Ton; und auch Renate Müller merkt man die Anstrengung an, ihren schlechten gesundheitlichen Zustand überspielen zu müssen. In seinem Tagebuch notiert Joseph Goebbels: „Abends Film: Eskapade mit Renate Müller. Sie spielt schlecht, zu dick aufgetragen. Aber der Film ist spannend.“ (2.9.1936) (fl)

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"Man wird sich diesen Namen merken müssen, Müller"

Eskapade