Direkt zum Seiteninhalt springen

Farrebique ou Les quatre saisons

Georges Rouquier zeigt eine Bauernfamilie in Aveyron 1946. Die Protagonisten spielen sich selbst, aber nicht, um ihr Leben zu dramatisieren, sondern um es mit dem Kino zu teilen. Rouquier, selbst landwirtschaftlich tätig, interessiert sich für ihre Arbeit und ihr Seeleneben zugleich. In großen pastoralen Bildern werden Äcker gepflügt, Brote gebacken und Kühe gemolken. Es gibt drei Formen der Zeitlichkeit in Farrebique. Eine schreitet unerbittlich fort, es ist die anrückende Moderne, die Traditionen obsolet macht und Lebensweisen hinterfragt oder erleichtert. Die andere ist zyklisch, sie berichtet von den Jahreszeiten und wie sie das Leben diktieren, das ewige Kommen und Gehen. Die letzte ist die Zeit des Kinos selbst, eine Zeit, in der jeder Handgriff und jeder Blick die Welt bedeutet. Das Ewige könne nur im Gegenwärtigen gefunden werden, schrieb Georges Sadoul 1947 in Les Lettres françaises über Farrebique. Eine ganz eigene Zeit und Bilder für die Ewigkeit schuf auch Artawasd Peleschjan in Vremena Goda, einer betörenden Auseinandersetzung der Verwandtschaft von Natur und Mensch. (ph) 

Weitere Termine

Vremena Goda

Weitere Termine