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Die innerstädtischen Altbauviertel West-Berlins sahen um 1980 nicht viel anders aus als ihre Ost-Berliner Pendants noch zehn Jahre später: jede Menge Verfall, aber auch jede Menge Spuren der Geschichte, von denen man in Berlin mehr finden konnte als in vielen anderen Städten zumindest des politisch westlichen Europas. Welche Wirkung Berlin damals, zumal im Herbst, auf sie ausübte, schildert die 1953 geborene belgische Filmemacherin Annik Leroy in ihrer ersten abendfüllenden Arbeit, einer Wanderung durch die Quartiere, ergänzt unter anderem durch literarische Zitate. Vierzig Jahre später ist dieser poetische Essay auch ein bemerkenswertes Zeugnis des damaligen Stadtbilds und dem daraus folgenden Eindruck Berlins gerade auf Auswärtige – Dingen, die inzwischen selbst Geschichte geworden sind. (gym)