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Ein Chilene und ein Türke, die arbeits- und mittellos gemeinsam in einer Bruchbude hausen, durchqueren die „Wüste“ West-Berlin, um beim Blutspenden ein paar Mark zu verdienen. Damit bezahlen sie ein Essen, eine Taxifahrt und einen Abend mit der Freundin des einen sowie deren Arbeitskollegin. Das Alltagsdrama folgt einer Erzählung von Antonio Skármeta, die allerdings in New York spielt. Mit der ins West-Berlin der damaligen Gegenwart verlegten Adaption In der Wüste schloss der Katalane Rafael Fuster Pardo, der 1961 zehnjährig mit seinen Eltern in die Bundesrepublik gekommen war, sein Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin ab. Ein weitgehend in Vergessenheit geratener wirklichkeitsnaher Film, gedreht an authentischen Schauplätzen, mit Originalton und Laien in den Hauptrollen, der entsprechend viel vom Leben im Westteil der Stadt Mitte der 1980er-Jahre einfängt. (gym)