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Sieben Jahre war Jana in einem Arbeitslager inhaftiert, weil sie die Wahrheit über den Tod ihres Mannes, der von einem Polizisten versehentlich erschossen wurde, herausbekommen wollte. Nun soll sie rehabilitiert werden und eine Entschädigungszahlung erhalten – mehr oder weniger von Apparatschiks der gleichen Sorte, die kurz zuvor noch den stalinistischen Kurs exekutiert hatten. Doch Jana dringt noch immer auf Aufklärung und Benennung der Schuldigen.

Nach Maria Morzeck erzählt Manfred Bieler wieder die Geschichte einer Frau, die mit der kommunistischen Justiz konfrontiert wird, hier angesiedelt im „Prager Frühling“. Egon Netenjakob urteilte: „Satire, die sich beim ersten Hinsehen heiter und harmlos ausnimmt, sich aber nach näherer Betrachtung gerade auch deshalb als ungewöhnlich giftig erweist. (…) Bielers Bild von der Wirklichkeit ist auf eine hierzulande seltene Weise satirisch. Es verdankt seine Wirkung nicht etwa grimmig moralistischer Überspitzung, sondern einer listig alltäglichen Präsentation der gefundenen Wahrheit.“ Und zur Leistung des Regisseurs: „Ein wesentlicher positiver Faktor war, daß Hädrich zu den wenigen im Fernsehen gehört, die wirklich filmisch denken, in dem Sinne, daß sie dem Text eine in sich stimmige neue Dimension hinzugewinnen.“ (FUNK-Korrespondenz, Nr. 5/1970) (gym)

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