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Kuroi ame basiert auf dem gleichnamigen Roman von Masuji Ibuse und thematisiert detailliert die persönlichen Tragödien der Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. In nüchternem aber eindrucksvollem Schwarz-Weiß erzählt der Film voller Aufrichtigkeit und Mitgefühl von der gesellschaftlichen Stigmatisierung der strahlenkranken Überlebenden. Im Mittelpunkt steht die junge Frau Yasuko, die als 20-jährige dem „Schwarzen Regen“ ausgesetzt war und nun, fünf Jahre später, heiraten soll. Doch da man bei ihr Unfruchtbarkeit – ein schwerwiegender Makel in den 1950er-Jahren – vermutet, gestaltet sich die Partnersuche mühsam. Einzig bei dem unter einer Geisteskrankheit leidenden Nachbarsjungen Yuichi findet Yasuko Geborgenheit.

Shōhei Imamuras Sozial- und Familiendrama interessiert weniger der Atombombenabwurf als dessen Auswirkungen auf die Menschen. Die Opfer müssen nicht nur mit den Langzeitfolgen der Erkrankung, sondern auch um ihren Platz in der japanischen Gesellschaft kämpfen. „Ein betroffen machender, bewußt nüchterner, dokumentarisch anmutender Film.“ (Lexikon des Internationalen Films) (dk)

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