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Menschen am Sonntag

D 1930, R: Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer, Rochus Gliese, B: Billie Wilder, K: Eugen Schüfftan, Fred Zinnemann, D: Erwin Splettstößer, Brigitte Borchert, Wolfgang von Waltershausen, Christl Ehlers, 67’ · 35 mm Siodmaks wahrscheinlich berühmtester Film steht als Solitär am Anfang einer langen internationalen Karriere. Menschen am Sonntag ist nicht nur Siodmaks einziger Stummfilm, seine Produktion gleicht auch einem Akt der Befreiung. Die Finanzierung und Herstellung des Films stehen für Abenteuerlust und eine Produktionsweise, die man erst viele Jahrzehnte später im Independent Film antrifft: eine Gruppe junger, enthusiastischer, aber weitgehend unerfahrener Filmschaffender dreht mit eigenen Mitteln und geliehener Technik einen Film, ohne jede strukturelle Absicherung – und das Wagnis wird sogar ein großer Erfolg. Menschen am Sonntag erzählt von vier jungen, gewöhnlichen, von Laien verkörperten Menschen, die einen Sonntagsausflug ins Grüne, an den Wannsee unternehmen. Sie fahren mit dem Tretboot, gehen spazieren, necken und lieben sich, ehe sie wieder auseinandergehen. Eine Allerweltsgeschichte und doch unvergesslich. Wir zeigen die restaurierte Fassung der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen. (fl) MI 02.04. um 20 Uhr + SO 20.04. um 19 Uhr · Am Flügel: Eunice Martins