Direkt zum Seiteninhalt springen

Mollenard

F 1938, R: Robert Siodmak, B: Oscar-Paul Gilbert, Charles Spaak, K: Eugen Schüfftan, Henri Alekan, D: Harry Baur, Albert Préjean, Gabrielle Dorziat, Robert Lynen, 102’ · 35 mm, OmeU Mollenard besteht eigentlich aus zwei Filmen, einem exotischen Krimi-Abenteuer mit Noir-Touch und einem Seemanns-Drama, das das Ende einer Ära beschreibt. Der alternde Capitaine Mollenard ist ein Haudegen auf den Meeren und in den Häfen der Welt. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Waffenschmuggel in Asien kehrt er ins heimatliche Dunkerque zurück. Dort erwarten ihn seine kalte, spießbürgerliche Frau und zwei von ihm entfremdete Kinder. Eine weitere Anstellung als Kapitän ist nicht in Aussicht... „Mollenard ist als großes Epos angelegt. Breit und ausladend erzählt der Film genau und gestenreich eine Geschichte aus zwei Welten mit einer monumentalen Figur im Zentrum. (…) Der ganze Film kommt einer monumentalen Trauergeste gleich. Den Untergang der großen Kraftnaturen, der Eroberer, die in der bürgerlichen Welt ohnehin nie heimisch werden konnten, erzählt er als Verlustgeschichte, ihr Scheitern entlarvt die bürgerliche Gesellschaft.“ (Karl Prümm in Siodmak Bros. Berlinale Retrospektive 1998). (fl) SA 12.04. um 18.30 Uhr