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Nachts, wenn der Teufel kam

BRD 1957, R: Robert Siodmak, B: Werner Jörg Lüddecke, K: Georg Krause, D: Claus Holm, Mario Adorf, Hannes Messemer, Peter Carsten, 104‘ · 35 mm Siodmaks überragendes Meisterwerk der Nachkriegszeit basiert auf einem wahren Fall aus dem Jahr 1944, der als „Geheime Reichssache“ im NS-Staat totgeschwiegen worden war. Ein Kommissar auf Fronturlaub wird auf einen Serienmörder aufmerksam, der offenbar bereits seit Jahren unerkannt sein Unwesen treibt. Schon bald führt die Spur zum geistig zurückgebliebenen Arbeiter Bruno Lüdke… Vordergründig handelt es sich um einen packenden Kriminalfilm, der ein letztes Mal die Brillanz von Siodmaks Film Noir-Vergangenheit aufblitzen lässt. Doch was den Film zu einem der besten deutschen Filme der 1950er Jahre macht ist seine vielschichtige Figuren- und Milieuzeichnung. Eine Täterstudie zugleich in Bezug auf den Serienmörder wie auf den NS-Staat und die Gesellschaft im Nationalsozialismus insgesamt. Eine absolute Rarität im westdeutschen Nachkriegskino. (fl) SA 07.06. um 18.30 Uhr + FR 13.06. um 21 Uhr