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Kriegsende irgendwo in der polnischen Provinz: Die Kampfhandlungen sind zwar an den großen Fronten beendet, doch hier geht er im Kleinen weiter. Zwei Kämpfer der Polnischen Heimatarmee sehen sich nun mit den moskautreuen Funktionären konfrontiert und zehren sich in tödlicher Rivalität auf. Ein Happy End hat dieser Krieg nicht, und auch nicht der Film.

Sehr vieles war damals ungewöhnlich an Popiół i diament: die saloppe Darstellung des negativen Helden durch Cybulski ebenso wie das wenig heroische Gebaren der Sieger oder die von niederen Instinkten geprägten, zwischenmenschlichen Verquickungen der „normalen Leute“. Wajda und Andrzejewski entwarfen ein äußerst geschichtspessimistisches Bild, deuteten damit den offiziellen Siegesmythos radikal um und verwiesen auf die Langzeitfolgen der allgemeinen Verheerungen. „Wajdas Film ist pathetisch und ironisch. Realismus geht in Symbolik über und umgekehrt. Ein politisches Drama, ein Reißer, eine Liebesgeschichte, ein Requiem – und wenn man es zusammenfasst: ein Film, der seine Form aus der Spannung zwischen dem Unvereinbaren gewinnt.“ (Wilfried Berghahn in Filmkritik 11/1961) (cl)

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