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Während die Nationalsozialisten im Januar 1933 in Deutschland die Macht übernehmen, dreht Renate Müller mit Schünzel unter Pyramiden und Palmen in Ägypten. Mit Eleganz und Charme spielt sie die Comtesse Stefanie von Weidling-Weidling, deren verwitweter Vater ihr ein allzu leichtsinniges Leben führt. Ähnlich ergeht es dem amerikanischen Geschäftsmann Tobby Blackwell (Willy Fritsch), nur dass dieser sich um seine verwitwete Mutter sorgt. Perfekt, denken sich die beiden jungen Leute, und merken dabei gar nicht, dass sie ebenso füreinander bestimmt sind wie die beiden Alten, die ihnen allerdings zuvorkommen und kurzerhand die Verlobung ihrer Kinder bekanntgeben.

Nach der Premiere schwärmte der Rezensent der Berliner Morgenpost: „In der Besetzung ist der Film vollendet. (…) Renate Müller und Willy Fritsch: Sie ist die liebende Jugend, mit langen Blicken, zürnender Blondheit und weicher Hingabe; er kommt uns diesmal geschäftig federnd, mit blinkendem Gebiß, Zahlen rasselnd. Er bleibt ahnungslos, bis (…) die Herzen sich endlich finden und der Walzer siegt. Anhaltender Beifall.“ (6.8.1933).

Zu diesem Zeitpunkt war Drehbuchautor Walter Reisch bereits nach Wien emigriert, der Komponist Werner Richard Heymann nach Paris; nur Reinhold Schünzel durfte als „Ehrenarier“ noch bis 1936 im nationalsozialistischen Deutschland weiterdrehen. (fl)

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