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Secteur 545

Das schottische Wort „makar“ verknüpft das Handeln mit dem Dichten. Es ist kein Zufall, dass die Lyrikerin und Filmemacherin Margaret Tait dieses Wort im Titel ihres Films über die Crofterin Mary Graham Sinclair verwendet. Für Sinclair ist die landwirtschaftliche Arbeit auf Orkney mit einer Weltsicht verknüpft. Ähnliches gilt wohl für die ältere Frau, die in Druge von Zoran Tadić ein intimes Verhältnis zu ihrer Ziege pflegt und für den Filmemacher Pierre Creton, für den sich die eigene Arbeit auf Bauernhöfen mit der Filmkunst und dem Begehren verknüpfen. Letzterer fragt ganz bewusst: Tier und Mensch, wo liegt der Unterschied? Alle drei Filme schlagen ein radikal anderes Verhältnis zwischen Natur, Tieren und Menschen vor, eines, bei dem Liebe und Unabhängigkeit an die Stelle von Ausbeutung treten. Trotzdem bleibt die Arbeit schwer. Es sind keine idealistischen Traumbilder, die hier gezeigt werden. Es sind dringliche Positionen eines handelnden und lyrischen Widerstands. (ph)

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